Wer Liquidität bereitstellt
Ein Market Maker stellt laufend einen Kaufpreis (Bid) und einen Verkaufspreis (Ask) im selben Instrument. Wenn andere Händler diese Quotes ausführen, verdient der Market Maker den Spread dazwischen. Dafür trägt er Bestandsrisiko: Nach einem Kauf hält er Aktien, die an Wert verlieren können, bevor er sie verkaufen kann. Manche Börsen verpflichten designierte Market Maker zu Pflichten wie Quotes nahe am besten Preis und gewähren dafür Gebührenvorteile.
Hochfrequenzhandel (HFT) ist ein Stil, keine einzelne Strategie. HFT-Firmen nutzen sehr schnelle Systeme, um riesige Ordermengen zu senden, halten Positionen Sekunden oder kürzer, verdienen pro Geschäft winzige Beträge und beenden den Tag meist ohne Position. Viele sind Market Maker; andere betreiben Arbitrage zwischen Handelsplätzen oder zwischen einem ETF und seinen Bestandteilen.
Der größte Teil des preisbewegenden Volumens stammt von Institutionen: Pensions- und Investmentfonds mit großen, langfristigen Orders, die über Stunden oder Tage in kleine Stücke geteilt werden, Hedgefonds mit kürzeren Ansichten und Privatanleger mit kleinen Orders, die meist über ihren Broker bei einem Wholesaler landen.
- Market Maker: stellt beide Seiten, verdient den Spread, trägt Bestandsrisiko.
- HFT-Firma: sehr schnell, viele Orders, winziger Gewinn pro Geschäft, über Nacht meist ohne Position.
- Institution: große Orders, langer Horizont, teilt Orders über die Zeit auf.
- Adverse Selektion: das Risiko, gegen jemanden zu handeln, der mehr weiß.
Lab: Was bewertet wird
- Marktteilnehmer25 Pkt.
- Wer hält den Bestand?10 Pkt.
- Typische HFT-Merkmale15 Pkt.
- Spread-Einnahmen20 Pkt.
- Der Zyklus eines Market Makers15 Pkt.
- Adverse Selektion15 Pkt.